Hitzeschlachten in Asien

09.05.2019

Der Niederösterreicher Tobias Winter und der Salzburger Julian Hörl spielen zwei Turniere in Asien, ein World Tour 4 Stern Turnier in Xiamen und ein 3 Stern Turnier in Malaysien. Sie kehren mit gemischten Gefühlen von ihrer Reise nach Österreich zurück.

WT3 Kuala Lumpur © fivb

    Während in Österreich das klassische Aprilwetter herrschte, hatten der Aschbacher und der Saalfeldner mit den heißen Bedingungen in Xiamen zu kämpfen gehabt. Es hatte täglich über 30 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit.

    Im Qualifikationsturnier beim 4 Stern Turnier in China waren die beiden schlecht gesetzt und bekamen es gleich mit einem Topteam aus Deutschland zu tun. Tobias und Julian konnten in diesem Spiel nicht an die guten Trainingsleistungen anschließen und verloren das Qualifikationsspiel.

     

    „Wir haben es nicht geschafft unsere Qualitäten auf den Platz zu bringen. Im Jahr der Olympiaquali sind alle Turniere sehr stark besetzt und man muss sein bestes Beachvolleyball spielen um sich bei den großen Turnieren zu qualifizieren.“, so der Saalfeldner Julian Hörl.

     

    Die Reise ging von Xiamen nach Kuala Lumpur weiter. Hier traten die beiden beim 3 Stern Turnier am Port Dickson an. In Malaysien war die Wetterlage noch heißer als in China, über 35 Grad im Schatten waren keine Seltenheit.

    Bei diesen Verhältnissen mussten die beiden Heeressportler im Qualifikationsturnier antreten. Durch die gute Setzung hatten sie in der ersten Quali-Runde ein Freilos. In der zweiten Runde wartete auf sie die Nummer 1 aus Frankreich. In einer Hitzeschlacht setzten sich Winter/Hörl mit 2:1 durch. Somit qualifizierten sie sich erfolgreich für den Hauptbewerb.

     

    „Die Bedingungen waren extrem! Wir versuchten alles um in den Timeouts die Körperkerntemperatur etwas zu senken. Von Kühlsäcken im Nacken bis Eiswürfel unter der Fußsohle versuchten wir alles um die Hitze erträglicher zu machen. Die Courts wurden ständig mit Schläuchen abgespritzt, weil man sonst nicht im Sand gehen hätte können. Man kann sich vorstellen, dass man im Spiel an seine körperlichen Grenzen geht.“, berichtet der Salzburger Julian Hörl.

     

    In der Gruppenphase des Hauptbewerb verloren der Niederösterreicher und der Salzburger hauchdünn gegen das beste türkische Team mit 1:2. Im zweiten Gruppenspiel ging es um den Aufstieg in die Zwischenrunde und der Gegner war das österreichische Duo Ermacora/Pristauz. Das Spiel war kaum an Spannung zu überbieten. Jeder Satz ging in die Verlängerung. Die Trainingskollegen von Tobias und Julian konnten sich am Ende mit 23:21 und 23:21 durchsetzen.

     

    „Österreicher-Partien sind immer ganz speziell. Wir kennen uns alle sehr gut, weil wir jede Woche miteinander trainieren. In der letzten Begegnung in Baden konnten wir noch gewinnen dieses Mal haben sich Ermacora/Pristauz durchgesetzt. Wir haben leider nicht konstant genug gespielt. Aber wir wissen an welchen Schrauben wir drehen müssen um wieder an unser Leistungsniveau zu kommen.“, erklärt der Aschbacher Tobias Winter.

     

    Ein 41. Platz in Xiamen und ein 25. Platz in Kuala Lumpur stehen zu Buche. Die nächsten Turniere für das Team Winter/Hörl sind das 2 Stern Turnier in Aydin (Türkei) und das 4 Stern Turnier in Ostrava (Tschechien).

    zurück